Am Freitag vergangener Woche besuchten 49 amerikanische Stipendiatinnen und Stipendiaten des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) den Thüringer Landtag in Erfurt. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren erwartete ein interessanter Vortrag im Plenarsaal des Landtages. Im Anschluss folgte eine Gesprächsrunde mit Vertretern aller Landtagsparteien. Die jungen Amerikanerinnen und Amerikaner zeigten großes Interesse an der politischen Arbeit in Erfurt und an unserem föderalen System. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Thüringer Landtag wurden sie im Festsaal des Rathauses von der Erfurter Bürgermeisterin Tamara Thierbach empfangen. Frau Thierbach informierte über die Geschichte des Gebäudes und beantwortete viele Fragen über die wichtigsten historischen Ereignisse und Sehenswürdigkeiten der Stadt Erfurt.

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ist ein auf Gegenseitigkeit angelegtes Jugendaustauschprogramm, das seit 1983 gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem amerikanischen Kongress durchgeführt wird. Es ermöglicht deutschen und amerikanischen Schülerinnen und Schülern sowie jungen Berufseinsteigern einen einjährigen Aufenthalt in Deutschland oder den USA. Das wichtigste Ziel – neben der Vertiefung der Sprachkenntnisse – ist es, als „junge Botschafterin“ beziehungsweise „junger Botschafter“ das Heimatland in der Fremde zu repräsentieren.

In Deutschland werden Interessenten von fünf Austauschorganisationen betreut, unter anderem von GIVE (Gemeinnütziger Verein für Internationale Verständigung e.V.) in Heidelberg. Seit Jahren führt der Verein im Rahmen der Betreuung amerikanischer Stipendiaten ein Zwischenseminar in Thüringen durch. Nachdem in den vergangenen Jahren die Wahl auf Jena fiel, wurde mein Erfurter Büro mit der Organisation des diesjährigen Treffens in der Thüringer Landeshauptstadt beauftragt.

Ich möchte allen, die diesen Jugendaustausch organisiert haben, herzlich danken. Im Besonderen gilt mein Dank Wolfgang Metzeltin. Als Vorstand von GIVE e.V. leitet er seit 25 Jahren das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Deutschen Bundestags (PPP) für 60 Wahlkreise. Engagierten Menschen wie ihm ist es zu verdanken, dass Jugendlichen weltweit neue Horizonte eröffnet werden.

In der vergangenen Woche trafen sich die Geraer Genossinnen und Genossen zu einer Mitgliedervollversammlung. Die Einladung zu diesem Treffen nahm ich sehr gern an. Nachdem ich ein Grußwort gehalten hatte, durfte ich im Präsidium Platz nehmen. Ich gratuliere dem Kreisvorsitzenden Ramon Miller herzlich zu seiner Wiederwahl. Mit ihm an der Spitze ist die SPD in Gera auch weiterhin gut aufgestellt.

Auf dem Rückweg nach Erfurt besuchte ich den SPD-Ortsverein Eisenberg, der am 12.02.2010 auf den Tag genau 110 Jahre SPD und 20 Jahre Wiedergründung feierte. Der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Hipp zeigte einen spannenden, bebilderten Streifzug durch die 110-jährige Geschichte und bedankte sich herzlich bei seinen Weggefährten für die Zusammenarbeit in den vergangenen 20 Jahren. Auch bei diesem Treffen konnte ich mich mit einem kurzen Grußwort als zuständiger Wahlkreisabgeordneter vorstellen. Ich bedankte mich für die Einladung und wünschte dem Ortsverein Eisenberg weiterhin viel Erfolg!

Mit einem überarbeiteten Internetangebot bietet Carsten Schneider, SPD-Bundestagsabgeordneter für Erfurt und Weimar, allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern ab sofort die Möglichkeit, sich noch einfacher über die Arbeit des Abgeordneten zu informieren.

Ein wichtiges Element der neuen Seite ist die Verbindung der herkömmlichen Internetangebote mit den so genannten sozialen Medien wie beispielsweise Facebook, Youtube oder Flickr. Außerdem twittert Schneider nun auch. Unter www.twitter.com/schneidercar kann man ganz einfach so genannter Follower des Abgeordneten werden und ihm digital „folgen“.

Darüber hinaus informiert die neue Internetseite über Veranstaltungen, Presseberichte und Termine. Und in einem eigenen Blog veröffentlicht Carsten Schneider regelmäßig Beiträge zu aktuellen politischen Themen.

Neben dem neuen Online-Angebot geht Carsten Schneider auch unkonventionelle Wege, um in den direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommen: Unter dem Motto „Schneider frei Haus“ bietet er einen Besuch bei interessierten Bürgern zuhause an. Voraussetzung: Mindestens fünf Personen – Freunde oder Verwandte – sind eingeladen. Carsten Schneider bringt den Kuchen mit. Den Kaffee kocht der Gastgeber.

Anmeldungen sind telefonisch über die Büros in Erfurt (0361-2666815) und Weimar (03643-7737000) oder per Email (carsten.schneider@wk.bundestag.de) möglich.

Seit der letzten Bundestagswahl bin ich neben dem Wahlkreis Erfurt/Weimar/Grammetal für zwei weitere verantwortlich: Ich betreue die Ostthüringer Wahlkreise Gera/Jena/Saale-Holzland-Kreis und Greiz/Altenburger Land.

Einer meiner ersten Besuche in den Betreuungswahlkreisen führte mich nach Gera, wo ich gemeinsam mit dem SPD-Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm die POG Präzisionsoptik GmbH zu Gast war. Das Unternehmen produziert optische Einzelteile und Geräte für einfache und komplexe Systeme, die unter anderem in der Bildverarbeitung sowie in der Medizin- und Raumfahrttechnik angewendet werden. In einem aufschlussreichen Gespräch mit den Gesellschaftern, Herrn Ray George, Herrn Manfred Schubach und Herrn Aleksander Wlodarski, erfuhr ich genaueres über ihre Tätigkeitsfelder. Beim anschließenden Rundgang über das Firmengelände lernte ich die POG Präzisionsoptik Gera GmbH als sehr innovativ kennen. Besonders beeindruckt war ich dabei von der Abteilung der Prototypenentwicklung für optische Systeme.

Bereits seit vielen Jahren setzte ich mich in der Bundespolitik erfolgreich für die Förderung von Zukunftstechnologien und die enge Kooperation zwischen Forschung und Wirtschaft ein. Gera besitzt neben Jena enormes Potential in der Optik-, Linsen- und Lasertechnik. Deshalb werde ich auch künftig in Thüringen und in Berlin meinen Teil dazu beitragen, die Stärken der Region weiter auszubauen.

In der letzten Woche habe ich Klassen der Freien Regenbogenschule in Erfurt besucht. Diese Schule verfolgt ein ganz anderes Lernkonzept als die meisten Grund- und Regelschulen. Der integrative Lernansatz, der Schüler mit Lernschwächen in allen Klassenstufen integriert, sowie das pädagogische Konzept, das schulische Lernen aus dem Blickwinkel der Schüler zu bestimmen, haben mich sehr überzeugt. Die Kinder stellen das Erlernte am Ende von Projektwochen praktisch vor. Sie können dabei ihrer Phantasie freien Lauf lassen und etwa bei naturwissenschaftlichen Themen vielseitige Experimente vorführen oder ihre Zauberkünste präsentieren. Diese Form der Wissensvermittlung war mir vollkommen neu und beeindruckte mich umso mehr.

Die Regenbogenschule versteht sich als Bildungsträger, der Anreize schaffen und Kinder zu verantwortungsvollem, freien Handeln erziehen möchte. Dazu gehört auch, den älteren Jahrgängen passende Praktika zu vermitteln und sie auf den Umgang mit Ämtern und das Schreiben von Bewerbungen vorzubereiten. Bei meinem Besuch konnte ich eine Schule erleben, die durch die Interessen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen gestaltet wird und ihnen im Gegenzug „Weisheit fürs Leben“ vermittelt. Ich danke den Lehrern und Kindern der Regenbogenschule für diese wunderbare Erfahrung.

Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU) ist mit ihrem wichtigsten Projekt auf ganzer Linie gescheitert: Die Jobcenter werden nicht zerschlagen, sondern bleiben in ihrer jetzigen Form bestehen. Damit hat ein weiteres Kabinettsmitglied der schwarz-gelben Bundesregierung schwere Schrammen bekommen. Nur um ihr Gesicht zu wahren, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion monatelang wider besseres Wissen einen sinnvollen und vernünftigen Vorschlag der SPD zur Neuorganisation der Jobcenter abgelehnt.

Weil die Jobcenter in ihrer jetzigen Form nicht verfassungskonform sind, hatte der damalige SPD-Bundesarbeitsminister Olaf Scholz im letzten Jahr vorgeschlagen, dass die Agenturen für Arbeit und die Kommunen künftig in „Zentren für Arbeit und Grundsicherung“ gemeinsam ihre Aufgaben wahrnehmen sollen. Dies hätte den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes entsprochen. Auf Grundlage einer Verfassungsänderung hätten die ARGEn ihre Arbeit unter verbesserten Rahmenbedingungen fortsetzen können. Auch die sogenannten Optionskommunen, die getrennt von den Arbeitsagenturen die gleichen Funktionen wie die Arbeitsgemeinschaften wahrnehmen und deren Tätigkeit bis Ende 2010 befristet ist, wären im Gesetz berücksichtigt worden. Alle Bundesländer waren damals einverstanden; dennoch blockierte die CDU/CSU in der großen Koalition die vorgeschlagene Neuorganisation – und dies zum Nachteil derjenigen, die auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind. Etwa 176.000 Thüringerinnen und Thüringer bezogen Ende Januar 2010 Arbeitslosengeld II: davon in Erfurt ca. 20.000 und in Weimar rund 5.800.

Die Jobcenter wieder in zwei Behörden aufzuspalten, hätte eine umständlichere und schlechtere Betreuung zur Folge und wäre in der gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Situation absolut verantwortungslos. Außerdem müssten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich wieder auf andere Arbeitsabläufe einstellen und das EDV-System erneut umgestellt werden. Es käme zu mehr Bürokratie, aufwendiger Doppelarbeit und enormen Mehrkosten von 800 Mio. Euro. Die SPD wollte deshalb schon immer beim bewährten Modell der Gewährung von Hilfen und Leistungen aus einer Hand bleiben. Nach der Bundestagwahl 2009 planten CDU/CSU und FDP zunächst eine getrennte Aufgabenwahrnehmung der Agenturen für Arbeit und der Städte und Gemeinden. Nachdem bereits zu viel Zeit verloren gegangen ist, hat von der Leyen endlich ihren sinnlosen Widerstand aufgegeben und ist bereit, über die notwendige Änderung des Grundgesetzes zu verhandeln. Der passende Gesetzesentwurf der SPD liegt seit langem auf dem Tisch.

Noch nie hat eine neue Regierung nach 100 Tagen so schlechte Zeugnisse bekommen wie Merkel, Westerwelle und Co. Laut Umfragen ist nur ein Viertel der Bürger zufrieden mit ihrer Arbeit. Dagegen sind 65 Prozent ausdrücklich „unzufrieden“. Die Menschen haben genug davon, dass CDU/CSU und FDP die Eigeninteressen von Hoteliers, Erben, Pharmaindustrie und Atomlobby bedienen, anstatt unser Land zukunftsfähig zu machen. Um ihre Steuergeschenke zu finanzieren, muss Schwarz-Gelb im Jahr 2010 fast 86 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Die Rechnung hierfür werden alle Steuerzahler präsentiert bekommen – aber erst nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.

Besonders dreist ist aber, dass Schwarz-Gelb noch im Wahlkampf einen massiven Bürokratieabbau angekündigt hat; jetzt betreibt sie „Bürokratieaufbau“ im großen Stil: Die Koalition hat sogar seit Jahren bestehende Sparvorschriften aufgehoben, um in ihren Ministerien neue Posten für die eigenen Gefolgsleute schaffen zu können. Allen voran übrigens Entwicklungsminister Dirk Niebel, der zahlreiche neue Stellen für behördenfremde Kräfte ausgeschrieben hat. Wohlgemerkt wollte die FDP dieses Ministerium eigentlich abschaffen!

Auch in der Gesundheitspolitik dominieren Klientelinteressen, denn CDU/CSU und FDP planen, die Arbeitgeber aus der paritätischen Finanzierung zu entlassen. Deshalb prüfen sie eine einheitliche Kopfpauschale für alle – von der Verkäuferin bis zum Betriebsleiter. Es wäre das Ende der solidarischen Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Dies alles trifft auf unseren entschiedenen Widerstand! Als führende Oppositionspartei wird die SPD die Politik der Regierungskoalition weiter öffentlich anprangern. Parallel arbeiten wir beständig daran, unsere Partei neu aufzustellen. Wir wollen die Meinungsführerschaft bei den wichtigen politischen Fragen zurückgewinnen und uns wieder mehr in die Gesellschaft hinein vernetzen. Nur so bleiben wir die Volkspartei der linken Mitte in Deutschland.

Carsten Schneider hat heute beim Erfurter Lokalradio Radio F.R.E.I. ein Interview gegeben.

Wer es verpasst hat, kann das Interview hier nochmals in voller Länge anzuhören.

HÖREN (mp3)

Setzt sich Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler mit seinem Vorhaben durch, einen Einheitsbeitrag (Kopfpauschale) einzuführen, würde dies das Gesundheitssystem in Deutschland entsolidarisieren.

Seit langem fordert die SPD gemeinsam mit den Gewerkschaften eine solidarische Bürgerversicherung, die alle Einkommensgruppen einbezieht. Hingegen wäre die von Schwarz-Gelb geplante Kopfpauschale für alle Versicherten gleich hoch. Menschen mit niedrigem Einkommen würden einen genauso hohen Krankenversicherungsbeitrag zahlen wie Spitzenverdiener. Am Ende würden Geringverdiener und Rentner be- und Besserverdiener entlastet.

Um soziale Härten zu vermeiden, sollen die Bezieher von niedrigem Einkommen einen Zuschuss erhalten, damit sie sich gegen Krankheit versichern können. Jedoch: Wie Schwarz-Gelb diesen „Sozialausgleich“ in Höhe von etwa 35 Milliarden Euro jährlich gegenfinanzieren will, haben weder die Bundeskanzlerin noch ihr Bundesgesundheitsminister bisher verraten. Und als wäre dies noch nicht alarmierend genug, will Schwarz-Gelb auch noch den Arbeitgeberbeitrag auf dem gegenwärtigen Niveau einfrieren. Künftig gingen Beitragserhöhungen dann allein zu Lasten der Versicherten.

Auch der personelle Umbau im FDP-geführten Gesundheitsministerium lässt für die Zukunft der mehr als 50 Millionen Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung schlimmes erahnen. Mit Christian Weber beruft der Minister ausgerechnet einen Spitzenmanager des Verbandes der Privaten Krankenversicherung zu seinem Abteilungsleiter für Grundsatzfragen. Zudem musste der anerkannte Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki, seinen Posten räumen. Das IQWiG prüft Medikamente und Therapien auf ihre Tauglichkeit und ist deshalb der Pharmaindustrie – und der FDP als ihrem verlängerten politischen Arm – schon lange ein Dorn im Auge.

Viele Versicherten werden sehr bald die Auswirkungen liberaler Gesundheitspolitik im Portemonnaie spüren: Sollten die Preise für Arzneimittel – unter kräftigem Mittun der Pharma-Lobby – weiter künstlich hoch gehalten werden, müssen wohl weitere Krankenkassen an der Beitragsschraube drehen.