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Thüringer Linke muss „erst mal auf den Boden der Tatsachen zurück“

Man habe sicherlich mehr Gemeinsamkeiten mit der Links-Partei als mit der CDU, sagt Carsten Schneider (SPD) über die heutigen Koalitionsverhandlungen in Thüringen. Im Finanzbereich sieht Schneider allerdings Konfliktpotenzial.

Carsten Schneider: … nicht stimmen, natürlich kann man dann auch Nein sagen, das ist ein erster Punkt. Ich glaube, er war absolut notwendig, weil die Menschen in Thüringen nicht nur die CDU, sondern speziell auch den Ministerpräsidenten Dieter Althaus abgewählt hatten und für uns wäre das nicht vermittelbar gewesen, sollten wir in eine große Koalition gehen – und das ist noch offen -, dann ihn zum Ministerpräsidenten zu wählen.

Jasper Barenberg: Für wie wahrscheinlich halten Sie denn eine Koalition mit der CDU?

Schneider: Das kann ich Ihnen nicht wirklich sagen, weil wir die Gespräche noch nicht geführt haben. Die CDU möchte gern in der Regierung bleiben, sie ist allerdings auch schon 19 Jahre drin, Althaus war neun Jahre Landesvorsitzender, sechs Jahre Ministerpräsident, hat dementsprechend auch ein System aufgebaut, das rein auf ihn zugeschnitten war und ich will jetzt erst mal sehen, wie zuverlässig und berechenbar die CDU ist, wer da jetzt den Kopf rausstreckt und auch der oder die neue Chefin wird. Davon hängt das alles ab und ich glaube, das wird sich jetzt noch einige Zeit hinziehen, weil solche Nachfolgekämpfe in einer Partei, die ewig nicht diskutiert hat, sondern ihren Spitzenkandidaten mit 100-Prozent-Ergebnissen gewählt hat, das wird sicherlich Zeit in Anspruch nehmen.

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