Aktuelle Meldungen

155.000 Euro Fördermittel für „Barcamp“-Projekt in Thüringen

Geplantes Jugendprojekt der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. erhält Förderung aus Bundesmitteln.

Neuregelung des Mutterschutzrechts

Das Gesetz zum Mutterschutz bringt ab dem 1.1.2018 wichtige Verbesserungen für Schwangere und Stillende.

Regulierung als Chance

In meinem Gastkommentar im Handelsblatt fordere ich bessere Regeln für die internationalen Finanzmärkte.

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LERNEN SIE MICH KENNEN

Ich bin verheiratet und habe zwei kleine Töchter. In Erfurt wurde ich geboren, bei Traktor Obernissa habe ich meine ersten Fußballerfahrungen gesammelt.

Auf dem Herrenberg bin ich in die Schule gegangen und nach dem Abitur habe ich bei der Volksbank Erfurt meine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht. In dieser Zeit begann ich, mich politisch zu engagieren. Bis 1997 war ich Chefredakteur der Zeitung „morgenrot“ der Jusos Thüringen.

Anscheinend fanden ein paar Sozialdemokraten, dass sie auf mich zählen können. Sie fragten mich im Frühjahr 1997, ob ich bereit wäre, für den Bundestag zu kandidieren. Nach längerer Bedenkzeit stimmte ich schließlich zu und die Erfurter SPD nominierte mich als Bundestagskandidat.

Am 27. September 1998 wurde ich von den Erfurterinnen und Erfurtern mit 36,5 Prozent der Stimmen direkt in den Deutschen Bundestag gewählt. Damals war ich mit 22 Jahren der jüngste Abgeordnete seit Gründung der Bundesrepublik, was einen ziemlichen Medienrummel ausgelöste.

Besonders stolz bin ich darauf, dass ich meinen Wahlkreis in den Jahren 2002 und 2005 ebenfalls direkt gewinnen konnte. Bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 bin ich über die SPD-Landesliste in den Bundestag gewählt worden (Listenplatz 1).

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SCHWERPUNKTE

Politik muss Probleme lösen!

„Die Zeit fährt Auto“ heißt ein berühmtes Gedicht von Erich Kästner. Und, so sagt man, die Politik sitzt auf dem Beifahrersitz. Aufgabe von Politik ist es, als aktiver Beifahrer den Weg der Zeit mitzubestimmen und den richtigen Weg einzuschlagen. Es geht darum, mit der Zeit zu gestalten.

In den 1990er Jahren war das größte Problem in Ostdeutschland die hohe Arbeitslosigkeit. Wie der Wandel hin zur Marktwirtschaft für die Menschen erträglich organisiert werden kann, dafür hatten weder die CDU von Helmut Kohl noch die damalige PDS echte Ideen. Häufig waren die Eltern arbeitslos. Viele sind weggezogen aus Thüringen oder „ausgependelt“ nach Hessen. Das empfand ich wie viele in meiner Generation der „Wende-Kinder“ als ungerecht. Genug Arbeitsplätze und gerechte Löhne sollte es in Thüringen geben. Aber die CDU pries damals über Jahre hinweg die Niedriglöhne sogar noch als wirtschaftlichen Standortvorteil für den Osten an. Dabei ist klar, dass Lohnarmut direkt in die Altersarmut führt, denn mit Billiglöhnen lässt sich keine gute Rente aufbauen. Deshalb ist es mir wichtig, für gute Löhne und gegen den Missbrauch von Leiharbeit zu kämpfen. Den gesetzlichen Mindestlohn hat die SPD 2015 endlich gegen große Widerstände durchsetzen können. In Thüringen haben deshalb heute 200.000 Beschäftigte mehr Lohn in der Tasche.

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